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Spätsommer

(etwa Ende August bis Mitte September)

Arbeiten im Schulgarten

  • Im Spätsommer ist Erntezeit in den Gärten und auf den Feldern. Tomaten, Bohnen und viele andere Gemüsesorten sind nun reif. Die Getreide- und Kartoffelernte gehen in die Endrunde.
  • Nach den Sommerferien können noch verschiedene Kohlsorten gepflanzt werden, die dann im Spätherbst oder auch noch im Winter geerntet werden. Um ein Blumenbeet zu verschönern und eine längere Blütezeit zu gewährleisten, sollten verwelkte Blüten ausgebrochen oder abgeschnitten werden.
  • Auf bereits abgeernteten Beeten können noch einmal Radieschen ausgesät werden, die in einigen Wochen reif zum Ernten sind. Auch Spinat und Feldsalat können noch bis in den November gesät werden. Im Blumenbeet werden die zweijährigen Sommerblumen wie z.B. Marienglockenblumen, Bartnelken oder Stockrosen ausgesät.
  • Wenn Gemüse und Blumen im nächsten Jahr selbst ausgesät werden sollen, ist jetzt die richtige Zeit für die Samenernte: Die Samenstände werden abgeknipst, in luftigen Behältern getrocknet und beschriftet. Die Samen von vielen spät blühenden Pflanzen werden aber erst im Herbst reif. Es lohnt sich also auch später noch einmal, eine Sammeltour durch den Garten zu machen.

Pflanzenbeobachtungen

  • Der Spätsommer beginnt mit der Blüte des Heidekrauts (Calluna vulgaris) und der Reife der Früchte von Hagebutten und Ebereschen. Die reifen „Vogelbeeren“ können als Winterfutter für die Vögel geerntet und getrocknet werden.
  • Einige Stauden, die nach der Blüte zurückgeschnitten wurden, blühen nun noch ein zweites Mal – z.B. der meist blau blühende Rittersporn.

Tierbeobachtungen

  • Das erste heruntergefallene und faulende Obst ist eine gefundene Nahrungsquelle für Wespen, Hornissen und andere Insekten.
    Entgegen vieler Vorurteile kann man Hornissen auch aus der Nähe beobachten, wenn man sich ruhig verhält. Sie verteidigen sich nur, wenn man sie im unmittelbaren Nestbereich stört (2 – 3 m ums Nest). Hornissen sind sehr nützliche Gartenbewohner, die viele Insekten jagen und damit zur Schädlingsbekämpfung im Garten beitragen. Den Winter überleben übrigens nur die befruchteten jungen Königinnen; das alte Volk stirbt bis Ende Oktober. Wespen haben einen ähnlichen Populationszyklus. Auch sie sind nützliche Insektenfresser.

Besonderheiten

  • »Blume des Jahres 2009« war die Wegwarte (Cichorium intybus). Mit der Wahl soll auf den gefährdeten Lebensraum der Spontanvegetation aufmerksam gemacht werden. Die Wegwarte ist in Deutschland im Rückgang begriffen und steht in einigen Bundesländern bereits auf der Roten Liste. Die Wegwarte strahlt uns nicht nur vom Wegesrand mit ihrer wunderschönen blauen Blütenfarbe an, sondern war früher auch als Nutzflanze bekannt: Blüten, Blätter und insbesondere die Wurzeln dienten als Heilpflanze und Gemüse.
  • Mehr über die Wegwarte findet man auf den Seiten der Stiftung Naturschutz Hamburg.

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Aktuelles

Jetzt schon vormerken:

Das 9. Forum zur Natur- und Umwelterziehung findet am 20./21.10.2017 im FTZ Siebeneichen statt.

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