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Frühsommer

(etwa Anfang bis Ende Juni)

Arbeiten im Schulgarten

  • Im gesamten Sommer steht die Pflege des Gartens im Vordergrund: Gemüse und Sommerblumen müssen gegossen und evtl. gedüngt werden. Auch das Jäten muss erledigt werden. Aus den gepressten, unerwünschten Wildkräutern kann man auch eine Wandzeitung gestalten - so wissen Schüler und Lehrer genau, was gejätet werden soll und was nicht!
  • Aber nicht nur die Pflege steht an: Salat, Radieschen, Lauchzwiebeln und erste Zucchini können jetzt geerntet und zubereitet werden. Auch die Himbeeren und Erdbeeren werden nun reif. Nach der Erdbeerernte bilden die Pflanzen lange Ableger aus, die sich bei Bodenkontakt bewurzeln. Die ersten kräftigen Ableger mit Wurzeln werden entfernt und in ein neues Beet gepflanzt.
  • Nun können noch Bohnen gesät und Freilandgurken ausgepflanzt werden.
  • Wenn geschnittene Hecken im Schulgarten vorkommen, ist der Johannistag (20. Juni) der beste Zeitpunkt für den Sommerschnitt. Übrigens: es ist völlig ausreichend, Hecken zwei mal pro Jahr zu schneiden - einmal im Sommer und einmal im Winter.
  • Auch Kräuter, die für Tees getrocknet werden sollen, werden am besten jetzt geschnitten.
  • Die Eingänge ins Schulgebäude können mit Pflanzkübeln, die mit Stauden und Sommerblumen bepflanzt sind, verschönert werden. Wie wäre es mit einem kleinen Wettbewerb: Welche Klasse gestaltet den schönsten Blumenkübel?

Pflanzenbeobachtungen

  • Der Frühsommer ist eine sehr blütenreiche Zeit. Er wird eröffnet mit der Holunderblüte (Sambucus nigra). 
  • Auch der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus) schmückt sich nun mit weißen Blütenschirmen und der Liguster (Ligustrum vulgare) blüht mit fliederähnlichen, kleinen weißen Blüten. An Stauden blühen die Pfingstrose (Paeonia officinalis), der Orientalische Mohn (Papaver orientale) und die Akelei (Aquilegia vulgaris). Der Zierlauch (Allium aflatunense) setzt mit seinen Blütenbällen Akzente im Staudenbeet.
  • Die duftende Blüte der Winterlinde (Tilia cordata) beschließt den Frühsommer. Aus den getrockneten Lindenblüten kann man einen Erkältungstee für den Winter herstellen.

Tierbeobachtungen

  • Im Frühsommer werden die Gärten mit neuem Leben bevölkert: nachdem das Nest für die Vogeljungen zu klein geworden ist, sitzen sie meist auf Sträuchern, Bäumen und Zäunen herum und lassen sich von ihren Eltern mit Futter versorgen. Jetzt kann man auch die ersten tollpatschigen Flugversuche der flügge gewordenen Jungvögel beobachten.

Besonderheiten

  • Der Lavendel, der »Heilpflanze des Jahres 2008« war, ist ein trockenheitsverträglicher Halbstrauch, der gut in der Kräuterspirale oder auf Trockenmauern und Kiesbeeten im Schulgarten seinen Platz finden kann. Ein gut durchlässiger Standort ist Voraussetzung, damit die Pflanzen bei anhaltendem nassem Wetter nicht verfaulen. Am richtigen Standort gepflanzt, vertreibt der Lavendel mit seinem Duft Ameisen und Läuse.
  • Damit die Pflanzen eine lange Lebensdauer haben, ist ein regelmäßiger Schnitt erforderlich. Nach der Blüte, spätestens bis Ende August, schneidet man die Büsche etwa um ein Drittel bis zur Hälfte zurück, aber nicht bis in das alte Holz – von dort können sie keine neuen Triebe bilden. Durch den Schnitt verzweigen sie sich besser und verholzen nicht von unten her.
  • Die geernteten Blüten des Lavendels können frisch in Süßspeisen oder getrocknet in Teemischungen und Kräuterkissen verarbeitet werden. Lavendel hat eine beruhigende und entspannende Wirkung und wird deshalb auch in Badezusätzen oder zu ätherischem Öl verwendet.

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Aktuelles

Jetzt schon vormerken:

Das 9. Forum zur Natur- und Umwelterziehung findet am 20./21.10.2017 im FTZ Siebeneichen statt.

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